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Köln, den 14. Februar 2011. Die Stadt Köln hat das Filetgrundstück der zukünftigen MesseCity, zwischen Bahnhof Messe-Deutz und Eingang Süd der Koelnmesse, an die Bietergemeinschaft aus STRABAG Real Estate (SRE), Köln, und ECE Projektmanagement, Hamburg, vergeben. Somit wurde das seit 22. September 2009 laufende und in der Domstadt erstmals durchgeführte europaweite Ausschreibungsverfahren für ein Grundstück dieser Größenordnung erfolgreich zu Ende geführt. SRE und ECE wollen das 5,4 Hektar große Grundstück mit Bürogebäuden, Hotel-, Gastronomie- und Veranstaltungseinrichtungen bebauen und haben ihre Pläne heute im Rahmen einer gemeinsamen Pressekonferenz mit der Stadt Köln präsentiert.
STRABAG und ECE bilden für MesseCity ein „Joint Venture“
Für die Realisierung des Projekts werden der SRE Bereich Köln und der ECE Unternehmensbereich „Office, Traffic, Industries“ über die gemeinsam gegründete MesseCity Köln GmbH & Co. KG zuständig sein. Es ist nicht das erste Mal, dass STRABAG und ECE ein erfolgreiches Gespann bilden: In Koblenz realisieren sie derzeit gemeinsam das Shopping-Center „Forum Mittelrhein“, und in Stuttgart steht das „Quartier am Mailänder Platz“, ein Stadtquartier mit Shopping-Center, Büroflächen und Wohnungen auf dem Programm. Im Gegensatz zu diesen beiden Projekten geht es in Köln jedoch vornehmlich um ein Büro- und Hotelprojekt, das zusätzlich noch Eventnutzungen beinhaltet. Ein Shopping-Center ist nicht geplant.
Im Rahmen der Ausschreibung haben die Unternehmen in Zusammenarbeit mit dem renommierten Architekturbüro ASTOC Architekten, Köln, ein stringentes städtebauliches Konzept entwickelt und eingebracht, das – neben dem geforderten Grundstückskaufpreis in Höhe von 61 Mio. € – von Bedeutung für die Bewertung des Angebots war. Darin sind zwei Baufelder links und rechts des Messeeingangs Süd vorgesehen, die sich in sieben einzelne Baukörper aufgliedern. Beide Baufelder verfügen jeweils über einen Hochpunkt, wobei die Höhenvorgabe der Stadt von 60 m über Gelände eingehalten wird. Funktionaler Kern ist der „Messebalkon“ zwischen den Baufeldern, der das Scharnier auf der Fußstrecke Bahnhof Messe-Deutz zum Messeeingang-Süd bildet. Er ist zugleich das Herz des neuen Quartiers: Dem öffentlichen Raum gewidmet, wird hier eine großzügige Fläche geschaffen, die mit Blick zum Dom einen Ort zum Verweilen anbieten soll. Besonderer Clou ist das Innenleben dieses Baukörpers, der nach außen als repräsentativer Antritt mit fulminanter Treppenanlage zur Messe hin wahrgenommen wird, im Inneren jedoch als Eventlocation begehbar und erlebbar ist. In unterschiedlichen Größenvariationen von 3.500 m² bis 4.750 m² sind dort wechselnde Event-, Musical- und Kongressnutzungen vorgesehen. Das gesamte Bauprogramm auf dem Grundstück beläuft sich auf ca. 135.000 m² oberirdischer Bruttogrundfläche.
Konkrete Planung kann jetzt beginnen
Nach dem verbindlichen Zuschlag tritt das Projekt MesseCity nun in die konkrete Planungsphase. Auf Basis des städtebaulichen Konzepts wird die Stadt Köln ein Bebauungsplanverfahren einleiten. Danach können konkrete Bauanträge gestellt und nach Genehmigung umgesetzt werden. Für Rainer M. Schäfer, Bereichsleiter Köln der SRE und Geschäftsführer der MesseCity Köln, ist klar: „Das jetzt anstehende Arbeitsprogramm ist komplex und anspruchsvoll. Aber die Stadt Köln hat hierfür in einem tadellos durchgeführten Auswahlverfahren starke Partner gefunden.“ Auch Schäfers Geschäftsführungskollege Martin Rodeck von ECE betont: „Wir werden auch schwierige Prüfsteine im weiteren Verfahren partnerschaftlich mit der Stadt aus dem Weg räumen.“ Unter anderem ist Klarheit über die Gleiserweiterungspläne der Bahn in Deutz notwendig. Diese wurden zwar im Verfahren grundsätzlich berücksichtigt, müssen für die weitere Planung aber von der Bahn präzise gefasst und artikuliert werden.
Nutzergespräche nunmehr mit Mandat
Auch verbindliche Vermietungsgespräche sind bereits angelaufen: Im Fokus des Bewerberkonsortiums sind vor allem große Dienstleistungsunternehmen und Verwaltungseinheiten bekannter Industrieadressen sowie Hotelunternehmen, Gastronomiebetriebe und Entertainmentspezialisten.
Die Realisierung des für Köln städtebaulich äußerst bedeutsamen Entwicklungsprojekts – der Baubeginn wird für das Jahr 2013 angepeilt – rückt damit ein weiteres Stück näher.
(Veröffentlichung der Visualisierungen nur unter Angabe des Bildnachweises: HH-Vision)
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