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Hamburg, 28. Oktober 2010. „Die Tanzenden Türme werden St. Paulis neues Wahrzeichen. Sie passen zu diesem besonderen Stadtteil und werden ein integraler Bestandteil“, mit diesen Worten begrüßte heute Matthias Pirschel, Bereichsleiter der STRABAG Real Estate, am Standort der markanten Hochhäuser Medienvertreter und ausgewählte Gäste zu einem Baustellen-Brunch und -Rundgang.
Die Baustelle auf dem Eckgrundstück zwischen der Reeperbahn, dem Zirkusweg und der Straße Beim Trichter ist in vollem Gange. Innerhalb eines Jahres hat sich das Bild an dieser Stelle vollständig gewandelt. Im Oktober 2009 stand hier die alte Bowlingbahn, ein Jahr später gehören die Abbrucharbeiten, 60.000 m³ Erdaushub und der Rohbau für die viergeschossige Tiefgarage der Vergangenheit an. Sogar ein leichter Terminvorsprung konnte herausgearbeitet werden.
An dem prägenden Standort St. Paulis kann man bereits die ersten vier Geschosse des Nordturms im Rohbau erkennen. Besonders markant sind die schrägen Stahlbetonstützen aus hochfestem Stahl, die bereits jetzt das Gebäude zum „Hingucker“ machen. Auch ohne die späteren bodentiefen Fenster und die schräge Fassade tanzen die Türme bereits im Rohbau Tango.
Vom angrenzenden Hotel sind zwei Rohbaugeschosse sichtbar. Hier wird im Frühjahr 2012 das ARCOTEL Onyx eröffnen. Ein großer Teil des Ausbaus ist bereits heute fertiggestellt – die Bäder befinden sich als fertige Badzelle an Ort und Stelle.
Für die Baufirma Züblin arbeiten aktuell ca. 110 Arbeiter am Rohbau (davon 67 Schal- und Betonbauer, 15 Eisenflechter, 2 Vermesser, 6 Sprinklermonteure, 6 Erdbauer, 4 Elektriker und diverse weitere Gewerke). In die Stahlbetondecken der Türme wird bereits jetzt ein sehr großer Teil der späteren Haustechnik eingebaut (Sprinkleranlage, Betonkernaktivierung, Leerrohre für Brandmelde- und Lautsprecheranlage sowie Leuchten). Es steckt im Beton der Tanzenden Türme eine Menge Innovation. So werden die hoch belasteten Außen- und Innenstützen mit hochfestem Stahl ausgeführt (bis Durchmesser 53 mm) – eine Eigenentwicklung des Hauses Züblin. Im Vorwege wurden eine umfangreiche Studie speziell für die Tanzenden Türme, mehrere Gutachten und Bauteilversuche erstellt. Ein detailliertes örtliches Überwachungsprogramm sorgt für die Gewährleistung der ordnungsgemäßen Ausführung. Sowohl bei der Ausrichtung der Stützen wie auch beim Verguss ist Millimeterarbeit gefragt.
„Eine weitere Herausforderung wird der Rohbau des Mojo Clubs, an dessen Stelle derzeit nur ein großes Loch sichtbar ist. Das gesamte Bauteil über drei Etagen schwebt praktisch in einer Betonhülle, die umlaufend einem Luftraum Platz lässt. Der Mojo Club wird auf eigens dafür berechneten und angefertigten Elastomerlagern gebetet sein, so dass keine Schwingungen durch laute Musik in andere Bereiche übertragen werden können. Dadurch wird gewährleistet, dass auch bei 120 dB im Mojo Club in den Türmen ruhig und konzentriert gearbeitet werden kann oder im Hotel der Gast eine ruhige Nacht verbringt“, erläuterte Jörg Schröder, Leiter des Bereichs Schlüsselfertigbau Hamburg/Schleswig-Holstein der Ed. Züblin AG.
Thomas Hohwieler, Geschäftsführer der STRABAG Real Estate GmbH, unterstrich die besondere Bedeutung des Bauvorhabens für die STRABAG-Gruppe: „Die Tanzenden Türme sind unser Bekenntnis zu Hamburg. Hier werden zukünftig nämlich auch Mitarbeiter unserer Hamburger Standorte einziehen.“
Auch Bezirksamtsleiter Markus Schreiber war gekommen, um eine der größten Baustellen des Bezirks persönlich zu besichtigen: „St. Pauli befindet sich in einem sensiblen Wandlungsprozess. Die Tanzenden Türme sind ein starker Akzent am Eingang der Reeperbahn. Ich bin froh, dass die seit langer Zeit nicht mehr genutzte Bowling Bahn durch einen spektakulären Bau ersetzt wird. Der Mojo Club, ein Musik-Club, der viele Jahre an dem Standort betrieben wurde, wird auch zukünftig junge Menschen anziehen.“
Für echtes St. Pauli Flair sorgte Günter Zint, der Gründer des St. Pauli Museums, welches kürzlich eröffnet und durch die STRABAG Real Estate finanziell und durch die Ed. Züblin AG tatkräftig unterstützt wurde.
Dass es sich um eine Baustelle mit Herz handelt, kann man schon länger sehen, besonders nachts, wenn die Lichterkette am Kran in Herzform über St. Pauli leuchtet – eine spontane Idee der Monteure.
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